top of page

Beltane - Erster Mai

Inzwischen ist es zu einer schönen Tradition geworden: Zu den Jahreskreisfesten schmücke ich den Bär am Waldrand (ein Fundstück vom Schutthaufen) mit dem passenden Schmuck oder einem entsprechenden Accessoire. Heute ist es ein Kranz aus Klettenlabkraut, ein Weißdornzweig und ein Sträußchen Waldmeister.


Das Maifest, gefeiert am 5. Vollmond seit der Wintersonnenwende, zählt zu unseren ältesten Festtagen. Vermutlich wurde es bereits in der Megalith-Kultur gefeiert und später von den Kelten übernommen.

Es ist ein Fest des Frühlings, der Fruchtbarkeit und der Lebensfreude. Denn jetzt verbindet sich die schöne Tochter der Erdgöttin, die Göttin der Vegetation, mit dem strahlenden Sohn des Himmels, der siegreichen, immer höher steigenden Sonne.

Die Tage werden länger, die Sonne weckt mit ihren Strahlen die Natur. Im Wonnemonat Mai, wenn das Licht des Vollmonds auf die Weißdornblüten fällt, der Waldmeister duftet und alle Zugvögel zurückgekehrt sind, beginnt in der keltischen Tradition das Sommerhalbjahr.


Die Feierlichkeiten begannen bereits am Vorabend mit der Walpurgisnacht. Schamanen und Schamaninnen reisten in die Geisterwelt und traten in Kontakt mit Naturgeistern sowie dem uralten, gehörnten Gott der Fruchtbarkeit. Junge Männer zogen in den Wald, um den „Maibaum“ zu holen – im Norden meist eine Birke, in den Alpenregionen eine Tanne oder Fichte – und ihn im Dorf aufzustellen. Der Stamm wurde geschält, und seine Spitze ragte durch einen mit roten Bändern geschmückten Blütenkranz. Dies symbolisierte die Vereinigung des Sonnengottes mit der göttlichen Braut, dem „Blumenmädchen“. Ergriffen von der Gegenwart der Götter tanzten die Menschen ausgelassen um den Baum. Die Mädchen gingen in den Wald und errichteten aus Laub und Blumen sogenannte „Minneburgen“, die von den Burschen erobert wurden.

In jedem Dorf wurden eine Maibraut und ein junger Mann gewählt, der als „Grüner Mann“ ganz in Laub gekleidet war. Gemeinsam stellten sie das göttliche Brautpaar dar.


Am Maitag, so glaubten die Kelten, öffnen sich die Hügelgräber: Elfen und Ahnengeister treten hervor, feiern mit den Menschen und schenken Feldern, Tieren und Menschen Fruchtbarkeit.


 
 
 

Kommentare


bottom of page